Briefe über das Studio



Hallo, mein Name ist Leon Szafranski. Im Folgenden erzähle ich etwas über mein musikalisches Leben und wie alles in meiner Beziehung mit der Musik angefangen hat.

Mit sechs Jahren wurde ich das erste Mal von meiner Mutter zu Valentina gebracht. Zuvor hatte ich nur ab und zu zum Spaß Klavier gespielt oder meine Eltern nachgemacht als sie gesungen hatten. Ich begann bei ihr die Grundlagen des Klavierspiels und mehrere einfache Stücke zu lernen. Zugegebenermaßen hatte ich bis zu meinem sechsten Jahr Unterricht nicht viel geübt, konnte aber dennoch viel aus den Stunden mit Valentina mitnehmen (obwohl es mit mehr Übungsstunden wahrscheinlich ein ganzes Stück mehr hätte sein können). Während dieser Zeit hatte ich jedoch trotzdem regelmäßig Klavier gespielt, da mich die Berührung mit klassischer Musik dazu verleitete meine eigene Musik zu spielen. Ich hatte nur nicht viel für den Unterricht geübt, sondern größtenteils für mich gespielt. 

Als ich jedoch im Alter von 12 Jahren begann häufiger zu üben und über die Jahre dies gesteigert hatte, bemerkte ich, wie toll es ist, wenn man sich schneller mehr mit der Musik an sich als mit dem bloßen Notenfinden und dem sicheren Erlernen der Stücke beschäftigt. 
Daraufhin machte ich große Fortschritte und nahm mit 14 Jahren auch erfolgreich bei Jugend Musiziert teil. Ich lernte es, klassische Musik mehr und mehr wert zu schätzen. 
Über die klassische Musik gelangte ich dann auch zur Pop- und Jazzmusik und nahm ebenfalls Stunden bei anderen Lehrern, um mich in beiden Genres auszuprobieren. Beides verfolgte ich nebenbei und spezialisierte mich später bezüglich der Stilistik auf Pop. Währenddessen spielte ich weiterhin meine eigenen Kompositionen, welche einerseits vom Pop/Jazzunterricht stilistisch profitierten sowie auch weiterhin technisch durch den klassischen Klavierunterricht. 

Es kam teilweise in den ersten Jahren, in denen ich nicht viel für den Klassikunterricht getan hatte, dazu, dass ich begann mich etwas von der klassischen Musik abzuwenden. Trotz dessen hielt Valentina an mir fest, weil sie immer das Talent in mir sah und nicht das, was ich anfangs damit angefangen hatte. Sie war auch diejenige, die mir die Chance gab Jazz- und Popmusik, sowie meine eigenen Kompositionen, als auch eigene Jazzversionen von diversen Weihnachtsliedern zu spielen und sie auch bei den Konzerten aufzuführen. 
Sie passte sich meinem Geschmack an und versuchte immer Musik zu finden die mir gefällt.

Schließlich begann ich mit 15 Jahren dazu auch Gitarre zu spielen und zu singen. Da meine Eltern beide professionelle Sänger sind, war ich für eine lange Zeit zu eingeschüchtert, um vor ihnen zu singen. Eines Abends nahm ich jedoch all meinen Mut zusammen und tat es trotzdem, was daraufhin auch der Startpunkt für meinen Gesangsunterricht war.
Mein Vater unterrichtete mich und ich nahm nebenbei auch Pop-Gesangsunterricht. Schließlich entschloss ich mich, Musik auch beruflich verfolgen zu wollen, weswegen ich mich auch für die Universität der Künste für den Studiengang Musik auf Lehramt mit Schwerpunkt auf Pop-Gesang. Dafür musste ich jedoch auch diverse Klavierstücke vorspielen, welche ich in den Monaten vor der Aufnahmeprüfung mit Valentina einstudiert hatte. Nachdem ich viel Zeit und Mühe in die Vorbereitung gesteckt hatte, bestand ich die Aufnahmeprüfung.
Den Beginn des Studiums ließ ich jedoch um ein Jahr verschieben, da ich ein Freiwilliges Soziales Jahr auf den Philippinen machen wollte.
Dies erfolgte daraufhin und jetzt bin ich bereits für 7 1/2 Monate im Ausland. Hier eröffnete ich einen Musikklub in dem ich mit Kindern Lieder einstudiere und ihnen helfe, ihre eigene Musikalität zu entdecken. Dazu gebe ich auch Gitarrenunterricht, um Kindern die sehr interessiert sind die Grundlagen beizubringen. 

Ich weiß nicht wo mein Weg als Musiker jetzt hinführen wird, aber ich kann mit Sicherheit sagen das Valentina eine der wichtigsten Personen in meinem Leben ist. Sie ist meine Mentorin, Lehrerin und Freundin und ich bin ihr so dankbar, dass sie mir zeigte Musik zu lieben und und mich auf meinem Weg zu führen und zu unterstützen.
Für jeden Musikinteressierten, da draußen, der das ließt: Hören Sie auf nach anderen Lehrern zu suchen. Wenn sie die richtige Entscheidung treffen wollen, schicken Sie Ihr Kind zu dieser Frau und sie werden es nie bereuen.

Danke Valentina!

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Hallo Frau Loresch,

mein Name ist Florian Wellhöfer, ich und mein Vater Andreas Bäumer hatten bis 2009 Klavierunterricht bei Ihnen!

Ich bin mittlerweile auf die Orgel umgestiegen und habe auch schon Preise gewonnen! Ich erinnere mich noch gut an unsere zahlreichen und sehr anstrengenden Stunden. Die Kirchenmusik spielt mittlerweile eine sehr große Rolle in meinem Leben.

Ich möchte Ihnen in dieser E-Mail kurz dafür danken, dass Sie mitgeholfen haben, den Musiker aus mir zu machen, der ich nun bin!

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Wellhöfer

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